Die royalen Feierlichkeiten von William & Kate sind überstanden, Albert & Charlene scharen schon in den Startlöchern und auch hierzulande flattert bestimmt bei dem ein oder anderen eine Hochzeitseinladung herein oder möglicherweise sogar mehrere hinaus. Egal ob Hochzeitsgast oder Braut, das Kleid muss sitzen und so auch das Gesicht. Etwas altes, etwas geborgtes und etwas blaues hat beim Hochzeits-Makeup allerdings nicht verloren, denn ”wie in schlechten Zeiten” testet man wenn möglich nicht gleich am schönsten Tag des Lebens aus. Mit den richtigen Produkten und ein paar Tipps & Tricks ist ein perfektes Makeup, dass Weinkrämpfe, Lachattacken, Wangenbussis und rauschende Tanzeinlagen übersteht, schnell gezaubert:
SZENARIO 1: Ich bin die BRAUT.

Ivanka Trump
So sieht dein Tag aus: Stress, Schwitzen, Lachen, Küssen, Weinen, Fotografieren, Essen, Trinken und noch mehr Trinken!
So sollst DU aussehen: UM-WER-FEND! Aber keinesfalls “irgendwie anders als sonst”. Die Kunst liegt darin ein Makeup aufzulegen, das dich zum Strahlen bringt, nebenbei wasserfest ist, dich toll auf Fotos aussehen lässt, aber nicht maskenhaft wirkt!
Vorbereitung: zwei Tage vor der Hochzeit ein Gesichtspeeling machen und eine Feuchtigkeitsmaske auflegen. Feuchtigkeit ist das Zauberwort, sonst wird das Makeup fleckig und schuppig. Bevor das Makeup aufgelegt wird, nochmals eine gute Feuchtigkeitspflege auftragen und einziehen lassen.
1. Grundierung: Base + flüssige Foundation + Concealer + loser Puder + Kompaktpuder
Base: wer einmal Makeup Base verwendet hat, wird sie nie wieder loslassen. Verlängert die Haltbarkeit der Foundation und bereitet die Haut auf die nächste “Schicht” vor.
Flüssige Foundation: am Besten beim Counter beraten lassen, um den richtigen Farbton zu erwischen. Die Foundation testet man am Unterkiefer: von der unteren Wange über den Unterkiefer bis zum Halsansatz auftragen. Ist kein Rand am Hals sichtbar, hast du den richtigen Farbton.
Concealer: flüssigen Concealer (sollte eine Nuance heller als die Foundation sein) unterhalb der Augen auftupfen und mit den Fingern einklopfen. Mit cremigem Concealer (gleiche Nuance wie die Foundation) Hautunreinheiten abdecken.
Loser Puder: mit einem großen Puderpinsel oder einem kleinen Kabukipinsel losenPuder (entweder transparent oder in der gleichen Nuance wie die Foundation) über das Gesicht und die Augenpartie zum fixieren auftragen.
Kompaktpuder: unbedingt ein Kompaktpuder in derselben Nuance wie die flüssige Foundation den ganzen Tag und Abend im Täschchen zum nachpudern mit dabei haben. Das macht den feinen Unterschied…
2. Augenmakeup: Base + neutralen Lidschatten + Liner + wasserfeste Mascara + Augenbrauenpuder
Base: ohne Lidschattengrundierung geht auch hier nichts. Nur so hält der Lidschatten bombenfest den ganzen Tag und die ganze Nacht.
Lidschatten: bleibe bei neutralen Tönen in braun, grau, taupe. Maximal 2 Farben + 1 Highlighter verwenden – das Highlight unter dem Brauenbogen auftragen, die mittlere Farbe auf dem Augenlid und die dunkelste Farbe im äußeren Augenwinkel schattieren. Alle Farbränder und Übergänge gut verwischen.
Liner: Eyeliner, flüssig/gel/fest am oberen Wimpernkranz ziehen. Betont das Auge mehr, bleibt aber dezent und natürlich.
Mascara: nur wasserfeste Wimperntusche verwenden. Ausnahmslos!
Augenbrauen: mit Wachs in Form bringen, mit Augenbrauenpuder die Lücken auffüllen und die Form betonen.
3. Lippen: Lippenbalsam + Liner + Lippenstift + Lipgloss
Lippenbalsam: zur Vorbereitung auf Lipliner und Lippenstift die Lippen vorher mit Balsam pflegen. Den Überschuss mit einem Kleenex abtupfen.
Liner: die Kontur der Lippen mit einem Lipliner in einem Pfirsich-, Rosenholz-, Nudeton nachziehen und die Lippen damit ausmalen. Bietet die beste Grundierung für den Lippenstift.
Lippenstift: auch den Lippenstift in einem Pfirsich-, Rosenholz- oder Nudeton wählen und – am Besten mit dem Pinsel – auftragen. Leicht mit einem Kleenex abtupfen.
Lipgloss: Lipgloss vorsichtig über den Lippenstift tupfen. Das Gloss bleibt in Griffweite und bitte immer schön reichlich nachtupfen (außer vielleicht während des Ja-Wortes).
4. Rouge
Das Rouge in einem sanften Rosé- oder Pfirsichton wählen, um den Teint frisch und gesund aussehen zu lassen. Lächeln und dort wo die Apfelbäckchen entstehen, das Rouge auftragen und Richtung Ohr ausblenden.
5. Schimmer
Mit Schimmerprodukten nur gezielt Akzente setzen (z.B. am oberen Wangenknochen hinauf zur Schläfe).
Wer nicht selbst Hand anlegen möchte, sondern sich von einem professionellen Makeup Artist schminken lässt, unbedingt einen Generalprobetermin vor der Hochzeit vereinbaren (auf gar keinen Fall mit einem “Das machen wir schon!” abspeisen lassen). Jedes Produkt das verwendet wird genau mitschreiben und ein Foto vom Ergebnis machen. Vor dem Besprechungstermin sind mitgebrachte Magazinausschnitte, etc. hilfreich um die genauen Vorstellungen besser zu erklären.
Noch ein paar Tipps:
- Bevor es zum Fotografen geht unbedingt kurz nachpudern, Lippenstift +Lipgloss nachlegen.
- Lass dir in einer Parfumerie eine kleine Probe deines Parfums zum späteren nachdüfteln abfüllen.
- Deotücher mitnehmen – platzsparend und erfrischend für zwischendurch.
- Taschenspiegel nicht vergessen!
- Nicht Kaugummi kauen sondern lieber Pfefferminzbonbons mitnehmen, macht sich auf den Fotos besser.
SZENARIO 2: Ich bin HOCHZEITSGAST.

Audrina Patridge
So sieht dein Tag aus: niemand ist schöner die Braut!
So siehst DU aus: niemand ist schöner als die Braut!
1. Grundierung: siehe Braut
Auch hier gilt: langanhaltend, wischfest und natürlich.
Als Hochzeitsgast kannst du ruhig ein bisschen mehr mit dem Makeup spielen. Wichtig: bei mehr (Farb-)akzenten entweder auf Augen oder Lippen konzentrieren, sonst wird es zu viel. Auf jeden Fall muss das Makeup stilmäßig und farblich zum Outfit passen.
2.a. Fokus: Augen
Schön ist ein Smokey Eye im natürlichen Farbbereich (grau, braun, taupe) oder in einem helleren Farbton passend zur Kleidung (z.b. flieder zu grau, bronze zu braun). Setze dann eine dunklere/schwarze Schattierung im äußeren Augenwinkel. Das macht das Augenmakeup mehrdimensional, interessanter und glamuröser. Die Lippen dazu nur mit einem Lipgloss in beige oder hellrosé betonen.
2.b. Fokus: Lippen
Toll sind Liptints in allen Rosé- und Rottönen für natürliche, saftige Lippen. Auch roter Lippenstift (z.B. in Kombination mit einem weißen Lidschatten und schwarzen, flüssigen Eyeliner) sieht super aus und ist richtig aufgetragen und richtig dosiert absolut tragbar. Bei betonten Lippen reicht für die Augen ein dezentes Makeup mit 1-2 Farben im natürlichen Farbbereich (grau, braun, taupe), etwas Eyeliner und wasserfeste Mascara.
3. Rouge/Bronzer
Das Rouge in einem sanften Rosé- oder Pfirsichton wählen, um den Teint frisch und gesund aussehen zu lassen. Alternativ mit etwas Bronzer am Haaransatz, unter den Wangenknochen, auf dem Unterkiefer und den Schläfen dem Teint eine gesunde Farbe verleihen.
Noch ein paar Tipps:
- Taschentücher nicht vergessen.
- Eine lange Nacht auf hohen Schuhen schreit nach Erfischungsspray für die Füsse (z.B. Peppermint Cooling Spray von The Body Shop).
- Du darfst Kaugummi kauen!
Fotos: Labels, monstersandcritics.com, hairfinder.com

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