Tag Archives: Animals

Da ist doch was im Busch! | Pt. 2

3 Oct

Gestern konntet ihr im ersten Teil des Gastbeitrags meiner Freundin Kathie über ihren dreiwöchigen Aufenthalt als freiwillige Helferin in der STRUWIG ECO RESERVE in Südafrika lesen. Hier geht es nun weiter mit dem zweiten Teil voller südafrikanischer Bushaction…

Die Tage im Busch beginnen sehr früh. | Nach einer kurzen Nacht warten wir daher am nächsten Tag bereits um 7 Uhr aufgeregt auf unseren ersten „Game Drive“. Während der etwa dreistündigen Fahrt im offenen Geländewagen macht uns die junge Wildhüterin Monica mit unserer neuen Umgebung, dem Busch, vertraut. Wir bekommen nicht nur Elefanten, Warzenschweine, Antilopen und Nilpferde aus nächster Nähe zu Gesicht. Neben den vielen wilden Tieren, die wir beeindruckt beobachten, macht uns Monica auch auf die vielfältige Pflanzen- und Vogelwelt aufmerksam.

Was folgt, sind kurzweilige und aufregende Tage und Wochen. Wir flicken Zäune, streichen Türen und Fenster, reparieren Straßen, bauen Dämme und „speed humps“ – das sind Bodenschwellen zum Schutz vor Hochwasser und Erosion. Erst im Frühjahr des heurigen Jahres führten heftige Regenfälle nämlich zu einer Überflutung des Olifant River und machten die einzige Straße vom Camp nach Hoedspruit unpassierbar. Durch ansteigende und abfallende Erhebungen in der Straße, die das Wasser drosseln, soll eine nochmalige komplette Abtrennung von der Außenwelt verhindert werden. Selten war ich so schmutzig, die rote Erde dringt bis in meinen Hals, und der Schweiß rinnt mir nicht nur angesichts der brüllenden Hitze vom Gesicht. Tagsüber steigen die Temperaturen auf heiße 30 Grad. Die rasch sichtbaren Ergebnisse unserer körperlichen Arbeit entschädigen uns jedoch für all die körperliche Anstrengung.

Auch die Tiere kommen selbstverständlich nicht zu kurz: Im Rahmen theoretischer Lektionen erfahren wir mehr über das Zusammenspiel unbelebter und belebter Komponenten des Ökosystems und lernen die Lebensweise, das Verhalten und die Merkmale der im Busch lebenden Tiere und Pflanzen kennen. Was bedeutet ein in der Luft kreisender Geierschwarm? Woran erkenne ich, ob ein Elefant nervös oder angriffslustig ist?

Wissen, das uns auf adrenalingeladenen Fußwanderungen durch den Busch, sogenannten „Game Walks“, auf welchen wir viele der „Big 5“ wirklich hautnah erleben, behilflich ist. Im Gänsemarsch folgen wir der mit langer Flinte bewaffneten Monica, die uns lehrt, die Spuren verschiedener Wildtiere voneinander zu unterscheiden und anhand verschiedener Aspekte die potentielle Entfernung von Löwe, Nilpferd und Co einzuschätzen. Das ist nicht unwesentlich, bekommt man es angesichts eines Zusammentreffens mit einem Elefanten oder einem Nilpferd mitunter doch mit der Angst zu tun. Wir wissen, es gilt: Nicht rennen!

Wir riechen an Wildkräutern und sammeln Rooibos-Blätter für unseren Tee. Auf unserem Aussichtspunkt auf das campeigene Wasserloch können wir die Tiere beobachten, die tagsüber und nachts zum Trinken kommen. Beim Frühstück werden jeden Tag die Tiergeräusche der letzten Nacht analysiert.

Der verzweifelte Kampf gegen illegale Treibjagden | Doch auch die Schattenseiten des idyllisch wirkenden Lebens im Busch bleiben uns nicht verborgen. Der Manager berichtet uns von seinem verzweifelten Kampf gegen illegale Treibjagden und seine Stimme bebt dabei vor Zorn und Trauer. Insbesondere die brutale Nashornjagd, bei der die Wilderer den Tieren die Hörner abschlagen und diese dann meist blutüberströmt und verstümmelt verbluten lassen, hat in den letzten Jahren sowohl in privaten, als auch in staatlichen Wildtier- und Naturreservaten massiv zugenommen. In Südafrika leben mehr als 8o Prozent aller Nashörner Afrikas, 448 sind davon letztes Jahr von illegalen Wilderern erlegt worden. Das Horn wird vor allem nach China und Vietnam geschmuggelt wo es als Wunderheilmittel gegen Bluthochdruck, Potenzschwäche und sogar Krebs eingesetzt wird. In Asien herrscht eine starke Nachfrage nach dem südafrikanischen Kulturgut, zwischen 50.000 und 65.000 Euro lassen sich für die Banden in China und Vietnam auf dem Schwarzmarkt für ein Kilogramm Hornpulver erzielen. Zwei von drei der in Asien heimischen Nashornarten wurden durch Wilderei bereits ausgerottet, weshalb insbesondere Südafrika ins Visier der Wilderei-Syndikate geraten ist. Bei diesen handelt es sich um weitverzweigte und hochkomplexe Netzwerke, die Tierschützer, Wildhüter und Politiker im Kampf gegen die illegale Abschlachterei gleichermaßen vor große Probleme und zunehmende Ratlosigkeit stellen. Zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität beim Schmuggel und Verkauf von Nashorn-Hörnern setzt Südafrika mittlerweile auch auf das Militär.

Fernab jeder Zivilisation | gestaltet sich das Leben im Busch eher einfach. Es gibt für uns Volontäre kein Internet und kein Fernsehen. Der wöchentliche Ausflug nach Hoedspruit, bei dem alle erforderlichen Lebensmittel der nächsten Woche besorgt werden, ist da schon ein kleines urbanes Highlight und zeigt anhand des zeitlichen Aufwands – mehr als 5 Stunden Autofahrt sind an diesen Tagen zur Bewältigung der Wegstrecken erforderlich – wie beschwerlich das Leben im Busch mitunter sein kann.
Dennoch sind die Ruhe und die Nähe zu Natur und Tieren, die man bei einem Leben im Busch erfährt, nicht nur berührend und „echt“, sondern sehr abenteuer- und facettenreich. Allein die Bilder, die sich einem jeden Tag bieten, sind einmalig – kein Sonnenuntergang gleicht dem anderen, einmal leuchtet das Buschland im Abendlicht honiggelb, das andere Mal feurig rot.

Mit der Zeit scheint Monicas Entscheidung, ihr Studium in Kapstadt für eine Ausbildung zur Wildhüterin abzubrechen, nachvollziehbar.

Zu den beeindruckendsten Erlebnissen in meiner Zeit im Camp zählen neben der nächtlichen Jagd einer Elefantenherde nach ein paar Hyänen, die dem Elefantenjungen zu nahe gekommen sind, ein Kampf zwischen zwei Nilpferden, sowie die Ankunft einer riesigen Büffelherde beim Olifant River.

Aber auch viele der weniger spektakulären Tierbegegnungen waren berührend und bleiben unvergesslich. Genau wie mein Aufenthalt im Camp. Neben wertvollen Freundschaften habe ich wichtige Dinge über Natur, Tiere und schließlich übers Leben gelernt und kann die Arbeit im Freiwilligenprojekt nur jedem weiterempfehlen. Eine anschließende Reise durch Südafrika ist nicht nur empfehlenswert, sondern auch wichtig, um das am höchsten entwickelte Land des zweitgrößten Kontinents der Erde mit all seinen Kulturen, seiner atemberaubenden Landschaft und seiner leidvollen Geschichte besser verstehen zu können. Trotz dem Fall des Apartheidregimes Anfang der 1990er Jahre kämpft Südafrika gegen gravierende soziale Ungleichheiten und Spannungen innerhalb der Volksgruppen, unendliche Armut, hohe Kriminalitätsraten, sowie die alarmierende Verbreitung von Aids.

Fotos: © Kathrin B.


My dear friend Kathie went to South Africa straight into the bush. She spent three weeks volunteering at the Struwig Eco Reserve and enjoyed a never-to-be-forgotten experience. Here is pt. 2 of her amazing story. Please click Translate (on the right) to read in English!

Related posts:

Da ist doch was im Busch! | Pt. 1

2 Oct

Gegen Ende des Sommers verkündigte mir meine liebe Freundin Kathie, dass sie für ein Freiwilligenprojekt in den südafrikanischen Busch fährt. Mich fraß neben dem Neid auch meine Neugierde fast auf, denn vor ca. 10 Jahren habe ich Südafrika für ein paar Tage besucht und war überwältigt von der Natur und den Begegnungen mit Mensch & Tier. Jetzt ist Kathie wieder zurück und ich freue mich sehr, über ihren wunderbaren Gastbeitrag für Once Upon A Cream…

„Never ever run!“ Mit diesen eindringlichen Worten begrüßt uns der Parkranger und Wildhüter des Naturschutzreservats STRUWIG ECO RESERVE. So beginnt mein dreiwöchiger Volunteering Aufenthalt tief im südafrikanischen Busch, im Großraum des Krüger Nationalparks, nahe der Grenze zu Mosambik.

Wie es dazu kam? | In der Hitze des österreichischen Sommers hatte ich mich – relativ spontan – auf das Abenteuer eines Freiwilligenprojekts zur Erhaltung des Natur- und Tierschutzes im winterlichen Südafrika eingelassen. Im Rahmen eines dreiwöchigen Aufenthalts in der südafrikanischen Provinz Limpopo würde ich mich für den Schutz und Erhalt der „Big 5“, jener fünf Großtiere, die jedes Jahr von Millionen Safaritouristen aus aller Welt bestaunt werden, engagieren. Neben der tatkräftigen Unterstützung bei der Erledigung täglich anfallender Aufgaben im Naturschutzreservat, würde ich anhand praktischer und theoretischer Lektionen durch ausgebildete Ranger auch die einmalige Chance haben, so viel wie möglich über die in freier Wildbahn lebenden Tiere zu erfahren.

Lange Zeit waren Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard das Hauptziel vieler Großwildjäger und standen durch massive illegale Jagd kurzzeitig sogar vor ihrer endgültigen Ausrottung. Damit sich die Populationen langsam wieder erholen können, werden sie heute unter besonderer Aufsicht geschützt. Wildhüter und Safari Guides identifizieren die „Big 5“ nach wie vor als die gefährlichsten Wildtiere und behandeln sie dementsprechend auch mit entsprechender Vorsicht und Respekt.

Die Aussicht auf die hautnahe Begegnung mit den „Big 5“, sowie die Entdeckung der unglaublich vielfältigen Landschaften und Kulturen in Südafrika erfüllt mich voller Vorfreude. Erst am Oliver-Tambo-Flughafen in Johannesburg, wo ich bei eisigen Temperaturen und übermüdet auf meinen Anschlussflug nach Hoedspruit warte, drängen sich erste Bedenken auf. Hatte ich die südafrikanischen Wintertemperaturen unterschätzt und war mein Schlafsack viel zu dünn? Wie nahe würden Löwe, Leopard & Co dem Camp, in dem wir schliefen, tatsächlich kommen? Auch Berichte über die angesichts gravierender sozialer Probleme und wirtschaftlicher Unterschiede innerhalb der Bevölkerung erschreckend hohe Verbrechensrate in Südafrika waren nicht gerade beruhigend.

“This will be the only shopping oppurtunity for the whole next week!” | Meine Befürchtungen werden jedoch zerstreut, als ich, gemeinsam mit ein paar anderen Freiwilligen am Flughafen Hoedspruit von einer hübschen jungen Rangerin empfangen werde, die uns in den nächsten Wochen betreuen wird. Nach einem kurzen Stopp beim Supermarkt – „this will be the only shopping oppurtunity for the whole next week!“ – folgt eine abenteuerliche Fahrt im offenen Geländewagen auf unebenen Wegen durch Pfützen und Dickicht in Richtung Camp.

Trotz Winterzeit strahlt die Sonne beinahe schon unwirklich hell und die reichhaltigen Farbnuancen der Umgebung rücken die Hügelketten, Felsinseln und die dichten Büsche, an denen wir vorbeifahren, in ein unglaubliches Licht. Und plötzlich entdecke ich sie, versteckt zwischen zwei kahlen Sträuchern blickt sie mich mit großen, warmen schwarzen Augen mit langen Wimpern neugierig an: die erste Giraffe, die ich in Südafrika sehe. Ein berührender Anblick, der mich alle Müdigkeit und Reisestrapazen vergessen lässt.

Mehr als zwei Autostunden nordöstlich von Hoedspruit liegt das Naturschutz- und Wildtierreservat STRUWIG ECO RESERVE, direkt am Olifant’s River, in dem sich Krokodile und Nilpferde nur so tummeln. Lediglich durch einen Elektrodrahtzaun ist das Camp vom Busch abgegrenzt. Auf einer Fläche von mehr als zwei Millionen Hektar teilen sich hier Impala-Herden, Gnus, Zebras, Giraffen, Elefanten, Löwen und viele andere Wildtiere einen Lebensraum.

Als wir im Camp ankommen, dämmert es bereits, und es hat beachtlich abgekühlt. Im Winter, zwischen Juni und August, geht die Sonne in Limpopo bereits um 18 Uhr unter, und nächtliche Temperaturen um die Null Grad sind nichts Außergewöhnliches. In den Drakensbergen, auf dem Highveld und in Johannesburg kann es zu dieser Jahreszeit sogar schneien.

Die Zimmer, die wir im Volontärshaus beziehen – je ein Raum für die Mädels und die Jungs mit ca. sechs Betten – sind aber glücklicherweise angenehm warm und wirken sogar recht gemütlich. Im Haus befindet sich neben einer Küche und zwei Bädern noch ein großes Esszimmer mit reichlich fachspezifischer Tier- und Pflanzenlektüre. Zeit für eine Erholungspause bleibt jedoch nicht. Nachdem wir alle schnell unsere Moskitonetze über unseren Schlafsäcken befestigt haben, eilen wir zu unserem ersten Treffen mit dem Manager des Naturschutz- und Wildtierreservats. Mit viel Witz, ohne jedoch zu verabsäumen, uns über mögliche Gefahren während der Arbeit im Busch aufzuklären, erklärt dieser uns den Ablauf der kommenden Wochen.

Wie es Kathie in Südafrika weiter ergangen ist und welche Tierbegegnungen ihr noch den Atem raubten, könnt ihr morgen weiterlesen und bestaunen…

Fotos: © Kathrin B.


My dear friend Kathie went to South Africa straight into the bush. She spent three weeks volunteering at the Struwig Eco Reserve and enjoyed a never-to-be-forgotten experience. Please click Translate to read pt. 1 of her amazing story in English!

Related posts:

Wo die Bären wohnen.

2 Aug

Zu Besuch im Bärenwald | Vor zwei Wochen war es so weit und wir besuchten endlich den VIER PFOTEN Bärenwald Arbesbach. Mitten im schönen Waldviertel gelegen, erstreckt sich auf 14 000 m² eine Zufluchtsstätte für ehemals in Gefangenschaft gehaltene und gequälte Bären. Derzeit leben dort 7 Braunbären, die aus den unglücklichsten Umständen gerettet wurden und in Arbesbach wieder in den Wald zurückkehren, zu ihren Instinkten zurückfinden und ihr natürliches Verhalten ausleben können.

Die Bären | Alle Braunbären im Bärenwald erlitten furchtbare Qualen als Zirkusbär oder privat gehaltenes Tier bevor sie befreit werden konnten. Nach langen Verhandlungen der VIER PFOTEN mit den ehemaligen Bärenhaltern, gelang es bis dato diese 7 Bären von ihrem traurigen Schicksal zu erlösen und in den Bärenwald Arbesbach zu bringen:

Vinzenz & Liese (in SLO Zirkusbären & anschliessend Firmenmaskottchen, Haltung in 300 m² Betongrube | seit 1998 im BÄRENWALD)
Brumca (in AT Privathaltung auf 35 m² | seit 1998 im BÄRENWALD)
Tom & Jerry (Bärenbrüder | in CZ als Zirkusbären gehalten | seit 2000 im BÄRENWALD)
Lara (in DE Zirkusbär und anschliessend Privathaltung auf 16 m² | seit 2002 im BÄRENWALD)
Eddie (geborener Zoobär in Amman/Jordanien | nach 1 Monat von seiner Mutter getrennt | seit 2011 im BÄRENWALD)

1998 wurde das erste Bärenprojekt der VIER PFOTEN eröffnet und 2009 erweitert. Mittlerweile gibt es neben dem Bärenwald Arbesbach noch drei weitere Bärenprojekte:

BÄRENWALD Müritz (DE)
TANZBÄRENPARK Belitsa (BG) | das größte europäische Bärenschutzzentrum seiner Art.
BÄRENWAISENSTATION Harghita (RO) | hier werden verwaiste Bärenjunge ohne Prägung auf den Menschen großgezogen und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Bären in Gefangenschaft können nicht mehr ausgewildert werden. | Sie sind zu abhängig vom Menschen und würden in freier Wildbahn nicht überleben. Auch die Bären im Bärenwald Arbesbach leben aus diesem Grund in Gefangenschaft. Allerdings werden ihnen auf dem großzügigen Areal Lebensbedingungen geboten, die denen in freier Wildbahn sehr ähneln. Da wird den ganzen Tag Nahrung gesucht, sich versteckt, eine Höhle gegraben, im Teich gebadet oder Winterschlaf gehalten. Spezielle Beschäftigungsmaßnahmen helfen, die Bären von ihren Verhaltensstörungen zu heilen. Die Bären müssen das im Wald versteckte Futter selbst suchen, haben zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten und halten nach Jahren in Gefangenschaft sogar manchmal das erste Mal in ihrem Leben einen Winterschlaf.

Nun lasse ich aber liebend gerne die Bilder sprechen…


Mitten im Wald beim kleinen Dörfchen Arbesbach (Waldviertel, Niederösterreich) liegt der VIER PFOTEN Bärenwald.


Im gesamten Bärenwald gibt es viel über Bären zu erfahren und zu lernen.


Ein etwas zerrupfter Genosse auf Nahrungssuche.


In solch einer Transportbox (hier ein besonders kleines Exemplar, da hiermit die kleinste Bärin des Parks ‘Liese’ befreit wurde) werden die Bären in den Bärenwald transportiert.


Der passende Soundtrack zu diesem Bild: “Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit…”


Wir kamen gerade richtig zum Beginn der täglichen Nahrungssuche. In dieser Schleuse müssen die Bären etwas warten, wenn im Wald die Futterrationen verstreut und versteckt werden. Die Nahrung müssen sie sich nämlich wie in freier Natur selbst erschnüffeln und suchen.


Die leckeren Köstlichkeiten sind im gesamten Wald an unterschiedlichsten Stellen zu finden…


Eine Möglichkeit wo sich die Bären zur Winterruhe zurückziehen können. Daher ist der Bärenwald über den Winter auch geschlossen. So manchem Bär ist das wie wir erfahen haben allerdings nicht gut genug und er gräbt sich lieber selbst sein Nest. Fair enough!


Gibt es etwas entzückenderes als einen Bärenpopo?

Dieser Wochenendausflug war ein absolut berührendes Erlebnis. Ich bin bei Besuchen dieser Art leider immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge unterwegs, denn der Gedanke an die furchtbare Geschichte jedes einzelnen Bären und der herzerwärmende Anblick der weichen Tatzen und schmatzenden Mäulchen bei der Nahrungssuche liegen sehr dicht nebeneinander. So ist es mit mir nun mal. Meine Emotionen haben mich allerdings auch genau dort hin geführt wo ich jetzt bin und das ist gut so. Seht euch das Projekt selbst an, es ist den Ausflug wirklich wert. Wer einen Besuch im Bärenwald Arbesbach gerne mit etwas kulinarischem verbinden möchte, kann das wunderbar mit einer Betriebsbesichtigung bei SONNENTOR verbinden, denn das liegt nur eine halbe Stunde entfernt und ist ebenfalls äußerst sehenswert.

Bärenwald Arbesbach
Schönfeld 18
3925 Arbesbach
Ab 28.3. bis 1.11. täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet.
www.baerenwald.at


We have a beautiful bear sanctuary in Austria which I went to see two weeks ago. Former circus bears or bears in private captivity were rescued from horrific conditions and found a new home there. We spent a wonderful day there and watched the brown bears in their natural habitat finding back to their instincts.

Related posts:

I wanna hug a cow!

19 Jul

Ich habe entschieden auf Once Upon A Cream ab sofort ein bisschen was über die lieben Tierchen zu schreiben. Once Upon A Cream ist zwar ein Beautyblog, aber es gibt so tolle Projekte, atemberaubende Aktionen, beeindruckende Reden, imposante Menschen die sich für das Wohl der Tiere einsetzen. Das hat sich viel Aufmerksamkeit und einen Platz auf meinem Blog verdient. Somit gibt es ab sofort unter dem Tag ANIMALS alles zu Furry, Feathered & Scaled.

Eine Kuh umarmen, das ist noch auf meiner To Do Liste! Den Po-Vergleich mit einem Hängebauchschweinchen habe ich bereits abgehakt. Eine Kuh umarmen muss ein absolut wunderbares Gefühl sein! Bei meinem nächsten Besuch in L.A. kommt vielleicht sogar “Buttercup” von The Gentle Barn zum “Stirnkuss”. Wie ihr wisst, LIEBE ich diese Einrichtung und habe auch bereits einmal darüber berichtet! Die Tiere die es dorthin geschafft haben, allesamt mit einer furchtbaren Geschichte, werden so herzerwärmend versorgt, zurück ins Leben geholt und ganz viel lieb gehabt. Jeden Sonntag ist The Gentle Barn auch für Besucher geöffnet. Sehr oft werden vor allem Kinder und Jugendliche aus problematischem Umfeld mit Drogen- und Alkoholmissbrauch oder auch bereits krimineller Vergangenheit dorthin eingeladen. Im Kontakt mit den Tieren öffnen sie sich schon innerhalb kürzester Zeit, vertrauen sich den Tieren an und sind plötzlich unglaublich liebevoll mit ihnen und fühlen sich verstanden. Ich finde es eine großartige Idee die Tiere selbst den Kindern lehren zu lassen, dass sie Empathie, Liebe und Fürsorge verdient haben. Und wie die Augen der Kinder dabei strahlen…


Buttercup geniesst einen Stirnkuss der liebevollen Besucherin.


Eine Gruppe Jugendlicher eines Drogen- und Alkoholrehabilitationscenters zu Besuch bei The Gentle Barn. Ein unglaublich berührendes Bild…


Bhodi und Biscuit.


Kharma. Eine der ersten und ältesten Kühe bei The Gentle Barn.



Josh. Eines der ersten Schafe auf The Gentle Barn. I love his smile!


Das ist Ellie Laks, die seit 1999 gemeinsam mit ihrem Mann The Gentle Barn in Santa Clarita, Kalifornien führt.


Mit vollem Körpereinsatz…


Eine Vielzahl von Tieren wurde mit Hilfe von Behörden nach Jahren des Kampfes von einem sogenannten Backyard Butcher gerettet (mehr Info zur Rettungsaktion findet ihr hier). Die kleine Susi Q hatte riesiges Glück und wurde nur wenige Tage nach der Rettung bei The Gentle Barn geboren…


…sie darf mit ihrer Mama aufwachsen, ihre Muttermilch alleine trinken und wird anders als die anderen geretteten Tiere niemals Leid und Qual erleiden müssen.


Die Truthahndame Portia kann nicht mehr aufstehen und gehen. Viele Truthähne in den USA werden genmanipuliert, damit sie schneller und übernatürlich groß und fett werden. Das machen die Beinchen nicht lange mit. So wird Portia in ihrem roten Leiterwagen umhergefahren und kann trotzdem die Sonne geniessen…


Hero. Er wurde auch vom Backyard Butcher gerettet und hat sich in einem langen Heilungsprozess glücklicherweise toll erholt.

Fotos: The Gentle Barn


To hug a cow is still on my to do list! I would love to do this at The Gentle Barn in California. So many animals have been rescued from various horrible situations and can finally live there happily ever after. Here are some impressions of the barn and their animals teaching children and teens to be compassionate, loving and careful with them!

Related posts:

Animals Are Not Clowns

10 Apr

Eine tolle Kampagne der portugiesischen Organisationen Acção Animal & LPDA (Liga Portuguesa dos Direitos do Animal) die zum Nachdenken anregt! Richtig lächerlich sehen die Tiere hier aus. Das trifft auch den Nagel auf den Kopf. So wird er nämlich präsentiert, der König der Tiere. Im Clownskostüm. Degradiert zur Lachnummer und lediglich zur Belustigung der “intelligenten” Spezies auf dem Präsentierteller. Herausspaziert, herausspaziert! Mehr fällt mir dazu nicht ein…


Fotos: Acção Animal, LPDA


ANIMALS ARE NOT CLOWNS! So please stay away from animal circuses of any kind! A very well done and thought provoking campaign by Portugese organisations Acção Animal & LPDA (Liga Portuguesa dos Direitos do Animal).

Related posts:

Counting down 2012 with THE GENTLE BARN

8 Jan

Morgen geht es nach einer zweiwöchigen Feiertagspause wieder zurück ins Büro. Um mir den Einstieg etwas zu erleichtern und meine Bürowand im neuen Jahr mit etwas süßem zu schmücken habe ich mir den Wandkalender 2012 von THE GENTLE BARN gegönnt.

The Gentle Barn |

The Gentle Barn ist eine Nonprofit Organisation bzw. ein Gnadenhof im kalifornischen Santa Clarita nahe Los Angeles. Dort finden stark mishandelte, verwundete, vor dem Tod oder anderen furchtbaren Umständen gerettete Tiere Zuflucht, eine zweite Chance und ein schönes Zuhause mit ganz viel Liebe und Wärme. Zugleich ist The Gentle Barn auch ein Ort für Kinder, die oft aus ebenso furchtbaren Umständen zu Besuch kommen, und mit den Tieren oft dieselbe Geschichte teilen.

Mein Freund und ich haben heuer vereinbart uns zu Weihnachten nichts zu schenken. Wir entschieden uns stattdessen Geld zu spenden. Jeder durfte für den anderen eine Organisation aussuchen – ich habe mir The Gentle Barn für die Spende meines Freunds ausgesucht. Normalerweise unterstütze ich lieber lokale bzw. nationale Organisationen. Was ich allerdings bis jetzt über The Gentle Barn gelesen und darüber gesehen habe, sowie die harte Arbeit von Gründerin Ellie Laks, ihrem Mann Jay und den Voluntären auf The Gentle Barn haben mich dazu gebracht diese “Regel” zu brechen. Den Tieren dort ein wundervolles, leidfreies und glückliches Leben zu bescheren, so wie es sich eigentlich jedes Tier verdient hat, ein wunderbarer Lebensinhalt für die Betreuer. Der tagtägliche, hautnahe und liebevolle Kontakt mit Tieren, so sieht wohl auch mein Traumjob aus…

Cow’s Run Free @ THE GENTLE BARN

Schauspielerin Portia de Rossi’s Besuch bei THE GENTLE BARN

Mehr über The Gentle Barn könnt ihr hier erfahren:

Website: gentlebarn.org/
Facebook: https://www.facebook.com/TheGentleBarn
Youtube: http://www.youtube.com/user/gentlebarn


I absolutely fell in love with The Gentle Barn, a wonderful nonprofit organisation and sanctuary in Santa Clarita, California where abused and neglected animals get a second chance in life. I got myself The Gentle Barn calendar 2012 which I will happily stare at every day at my office.

Related posts: