Personal

Sollen die Veganer doch mal was für die Menschen machen!

Tun sie und gerade in dieser Zeit auch nicht zu wenig. Die aktuelle Flüchtlingstragik ist von niemandem mehr zu ignorieren und geht zumindest in meinem Umkreis jedem ziemlich an die Nieren. Während die Politik im Schneckentempo aus der (beabsichtigten) Lethargie erwacht, haben sich in der Zwischenzeit längst zahlreiche Privatinitiativen formiert, um den Menschen die in unserem Land Schutz und Obdach suchen, aber leider nur bedingt vorfinden, mit dem Notwendigsten zu helfen. Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich dazu auch hier Stellung beziehen soll oder mich einfach im Stillen weiter einsetze und tue…

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Jeder schreibt gerade über das Flüchtlingsthema, fährt nach Traiskirchen um sich vom Chaos selbst ein Bild zu machen, um zu spenden und zu helfen. Ich will hier nicht auf den Zug aufspringen, nur weil es gerade das Thema ist über das man schreiben soll, um nicht als herzloses Ding abgestempelt zu werden, das einfach so zur Blog-Tagesordnung übergeht. Ich selbst war noch nicht in Traiskirchen, denn mir würde es schlichtweg das Herz brechen. Ich würde es nicht schaffen den Menschen und den Kindern in die Augen zu schauen. Der Gedanke an diese unvorstellbare Flucht alleine, an die Gedanken und Bilder wenn man zum ersten Mal einen Toten sieht, das könnte ich alles nicht ausblenden. Wenn ich schimpfende Anrainer hören würde, die sich (vielleicht manche zurecht) über die Müllberge, Fäkalien und das Chaos beschweren, würde mir wahrscheinlich die Hutschnur platzen. Kurz gesagt, ich wäre mit so vielen Emotionen unterwegs, sodass ich mir bis jetzt lieber andere Kanäle und Möglichkeiten gesucht habe wie ich helfen kann. Ein Kanal der bis jetzt ungenutzt blieb ist mein Blog.

Mit dem Befüllen eines veganen Blogs möchte ich ‚mein’ Thema an die Öffentlichkeit bringen. Ich habe keinen Blog mit astronomischer Reichweite, trotzdem möchte ich tierversuchsfreie und vegane Kosmetik durch meine Arbeit und veröffentlichten Informationen gerne mehr in der Mitte der Gesellschaft sehen. Es ist mir wichtig für Tiere die Stimme zu erheben, nachdem ihre von den meisten einfach nicht gehört werden will. Ich engagiere mich aber nicht nur für Tiere, obwohl einem das als Veganer häufig unterstellt wird. Ich demonstriere und setze mich für die Gleichberechtigung homosexueller Menschen ein. Ich streite mit Verwandten ob Conchita jetzt nun Manderl oder Weiberl ist und ob zwei Männer ein Kind adoptieren dürfen sollen bis mir fast die Halsschlagader platzt. Bei rassistischen Witzen lächle und nicke ich nicht, sondern ich stelle klar wie scheiße ich sie finde. Ich versuche ausschließlich fair gehandelte und nachhaltige Kleidung zu kaufen, um Lohndumping und lebensgefährliche Arbeitsbedingungen nicht zu aktzeptieren. Und heute solidarisiere ich mich schriftlich und öffentlich mit hilfesuchenden Menschen und allen die sich für Flüchtlinge stark machen. Die Solidarisierung mit diesen Menschen, die oft ALLES verloren haben ist wichtiger denn je. Scheinbar ist rechtes Gepöble nämlich längst wieder salonfähig geworden, sodass man sich auf Facebook nicht mal mehr ein falsches Profil anlegt, um seine braune Scheiße ins www zu kotzen. Somit möchte ich meinen Mund hier auch nicht länger halten und klar Stellung beziehen!

Eine wunderbare Initiative im Rahmen derer ich auch diesen Blogbeitrag verfasst habe, ist #BloggerfuerFluechtlinge. Hier versuchen die teilnehmenden Blogger (ab heute nun auch ich) über ihr öffentliches Medium viel Aufmerksamkeit für den aktuellen Umgang mit Flüchtlingen zu wecken, sich mit ihnen zu solidarisieren und klar zu machen, dass der Umgang mit diesen Menschen nicht länger geduldet wird. Es werden auch Spenden gesammelt und verschiede Hilfsprojekte unterstützt.

bloggerfuerfluechtlinge_

Öffnet eure Augen. Schaut nicht mehr weg. Helft mit. Unterstützt Flüchtlinge auf die Art und Weise wie ihr es könnt und es euch selbst auch gut tut.

Morgen findet in Wien die groß angelegte Demonstration „Mensch sein in Österreich“ statt bei der wir gemeinsam für menschliche Verhältnisse in Traiskirchen auf die Straße gehen. Wenn es eure Zeit zulässt, geht mit und setzt ein Zeichen.

Hier möchte ich noch auf meine lieben (und ebenfalls sehr menschenfreundlichen) veganen Bloggerkollegen und ihre wichtigen Beiträge zum Thema Flüchtlingshilfe verweisen: Lena, Franziska, Maddie, Nadine & Jörg und Kathrin.

DANKE!
#refugeeswelcome

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