Vegan Basics

7 Gründe warum du tierversuchsfreie & vegane Kosmetik kaufen solltest!

Ich habe noch nie jemanden gehört, der sagt „Yay, Tierversuche für Lippenstift!!“. Ganz im Gegenteil – Tierversuche findet eigentlich niemand so prickelnd. In der Praxis sieht das leider oft anders aus und viele Produkte deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet werden landen im Einkaufskorb. Es gibt bestimmt mehr als 7 Gründe, warum es sich lohnt auf tierversuchsfreie und vegane Kosmetik umzusteigen:

1. Für Schönheit muss keiner leiden.

In Bezug auf vegane Kulinarik gibt es den Spruch „Everything you eat, I can eat vegan“. Bis auf ein paar kleine Ausnahmen trifft das mittlerweile auch für die Kosmetik zu. Roter Lippenstift, Make-up Fixing Spray, Blending Brush – alles gibt’s in tierleidfrei und noch viel mehr. Es bestätigt sich in Gesprächen für mich auch immer wieder, dass der Großteil der Menschen Tierversuche für Kosmetik eigentlich nicht so prickelnd findet und Verätzungen, Zwangsernährung mit Lippenstift oder sonstige Grausamkeiten an Tieren nicht unterstützen möchte. Im Alltag ist es aber aufgrund der mangelnden Transparenz noch immer schwer die Produkte zu finden bzw. die schwammigen Gesetzeslage zu durchblicken. Dann lohnt sich definitiv ein Blick auf meine beiden Übersichtslisten über tierversuchsfreie Marken und vegane Produkte oder auch die Tipps für Einsteiger in die vegane Kosmetik.

2. Schließlich würdest du deinem Hund auch kein Shampoo in die Augen tropfen.

In Deutschland sind im Jahr 2014 knapp 3 Millionen Tiere (3 000 000!!) in Versuchslabors gestorben. Nur alleine in Deutschland! Die Top 5 machen Mäuse, Ratten, Fische, Kaninchen und Vögel, danach kommen Affen, Katzen und Hunde. Das sind Zahlen die kann man sich eigentlich bildlich kaum vorstellen. Jedes der Tiere war dort bloß eine Nummer. Berechtigt es einen dann dazu mit dem Tier umzugehen als wäre es eine gefühlslose Sache (auch wenn es per Gesetz so geregelt ist)? Bei der Vorstellung meinen Katzen würde man ätzende Flüssigkeiten in die Augen träufeln, um zu sehen ob der vierhundertfünfzigste Haarspray als neuer heißer Scheiß verkauft werden kann, wird mir schwindlig. Warum sollte also Kätzchen #4578 dieses Schicksal erleiden?

3. Dein Einkauf ist ein Stimmzettel, jedes Mal.

Die eigene Geldbörse ist der wohl stimmkräftigste Wahlzettel den wir in unserer konsumgesteuerten Gesellschaft besitzen. Wenn ich alleine die Auswahl an veganen Lebensmitteln im normalen Supermarkt vor 4 Jahren mit heute vergleiche, zeigt sich wie sehr die Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach vegetarischen und veganen Produkten reagieren. Dasselbe gilt für Kosmetik. Warum also nicht lieber ein nachhaltig handelndes, transparentes Naturkosmetikunternehmen unterstützen, als den großen Scheiß-auf-die-Tiere-Menschen-und-Umwelt-mich-für-blöd-verkaufenden Kosmetikkonzern?

4. Weil ein Mensch keine Maus ist und eine Maus kein Mensch.

Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man vielleicht, dass ein Mensch keine Maus oder keine Ratte ist. Warum testen wir dann Dinge an ihnen wenn sie sich in der DNA und Anatomie vom Menschen unterscheiden und teilweise völlig anders ansprechen? Aspirin ist für Tiere beispielsweise schwer gesundheitsschädlich, für den Menschen jedoch nicht. Auch auf zahlreiche andere Substanzen reagieren Tiere komplett anders als Menschen. Die Ergebnisse aus Tierversuchen sind daher nicht von vornherein immer auf den Menschen übertragbar.

5. Läuseblut gehört nicht auf die Lippen und Knochenmehl nicht in die Zahnpasta.

Es ist so eklig wie es klingt. Sogenanntes Karmin wird durch das Zerquetschen von Cochenilleschildläusen gewonnen und oftmals in rotem Lippenstift oder Rouge eingesetzt. Das es auch wunderbare vegane & tierversuchsfreie Lippenstift-Alternativen gibt, ist daher umso mehr erwähnenswert. Weitere gruselige Inhaltsstoffe wie Knochenmehl, Schweineborsten oder Placenta, die sich oft in konventionellen Produkten befinden könnt ihr hier finden oder auch im Buch Veganissimo – tierliche Inhaltsstoffe & ihre Alternativen nachlesen.

6. Alternative Testmethoden sind fortschrittlicher, zuverlässiger und kostengünstiger.

Wusstet ihr, dass aufgrund der hohen Giftigkeit jede Produktionseinheit Botox in furchtbaren Versuchen an Mäusen getestet wird bevor sie verkauft wird? Weltweit werden somit jährlich ca. 600 000 Mäuse allein für Botox gekilltTierleidfreie Forschungsmethoden wie z.B. in-vitro (Reagenzglasmethoden) oder Computersimulationen sind die Zukunft, sollten sie doch eigentlich längst die Gegenwart sein. Allerdings ist der bürokratische Aufwand eine alternative Testmethode bewilligen zu lassen enorm und extrem langwierig. Die Absurdität dabei: es muss bewiesen werden, dass die Aussagekraft der Alternativmethode mit dem jeweiligen Tierversuch übereinstimmt, dabei wurde die Validität von Tierversuchen nie offiziell belegt. Ärzte gegen Tierversuche oder auch der Lush Prize sind tolle und unterstützenswerte Initiativen um alternative Forschungsmethoden weiter voranzutreiben.

7. #NotOursToUse

Tiere haben dieselbe Daseinsberechtigung wie wir Menschen auf dieser Erde. Sie sollten ihr Leben genauso einfach nur leben dürfen wie wir. Ganz ohne Aufgabe für den Menschen. Tierische Produkte werden von Tieren für ihre eigenen Zwecke „produziert“ und nicht für uns. Es ist für mich auch dann unzulässig ihnen ihre Produkte wegzunehmen, auch wenn es ihnen keinen Schmerz zufügt. Ich würde auch nicht wollen, dass mir plötzlich jemand meine Haare abschneidet und sich einen Schminkpinsel daraus macht oder meine Muttermilch anstatt an mein Baby in einen Cremetigel abfüllt.

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